Negative Folgen

Beeinträchtigung der Erholungsfunktion

  • Vermehrtes Verkehrsaufkommen auf Grund des neuen ausgedehnten Straßennetzes
  • Optische Beeinträchtigung durch Windkraftanlagen und Rotorenbewegung
  • Optische Beeinträchtigung durch zahlreiche Verbots- und Hinweistafeln
  • Akustische Beeinträchtigung durch Lärm
  • Gesundheitliche Beeinträchtigung durch Infraschall

Betretungsverbot

Bei Raureif ist es auf Grund Eiswurfgefahr verboten den Wald zu betreten. Durch Verbotsschilder mit gelben Drehleuchten im Umkreis von 300 Meter um jede Windkraftanlage wird auf die Gefahr hingewiesen.

Brandgefahr

Im Falle eines Brandes der Rotorblätter oder der Gondel gibt es keine Löschmöglichkeiten. Laut Brandschutzplan des NÖ Landesfeuerwehrkommandos besteht innerhalb des Brandsperrkreises von 500-1000 Meter Lebensgefahr, es ist keine Bekämpfung möglich.
Da technische Defekte sowie Blitzschlag nie auszuschließen sind, ist eine Errichtung im Wald ein unverantwortliches Vorhaben.

Südtirol News: Brennendes Windrad in Rein in Taufers – Video

Foto einer brennenden Windkraftanlage
Quelle: FW Gols 19.12.2017

Dauerhafter Verlust von wertvollem Waldboden

Für die Errichtung der Windkraftanlagen müssen zusätzlich Waldflächen gerodet werden. Durch Fundamente, Kranstellflächen und den Neubau von Zufahrtswegen bzw. die Optimierung von bestehenden Forstwegen geht wertvoller Waldboden dauerhaft verloren.
Als Folge der Rodungsarbeiten kommt es zum Verlust von Waldrändern bzw. Waldtrauf. Die somit „aufgerissenen“ Waldränder destabilisieren das Waldgefüge und die Waldfunktionen. Der bereits geschwächte Wald ist somit noch anfälliger gegenüber Naturkatastrophen und Schädlingsbefall.

Gefährdung des Bodenwasserspeichers

Die Verkabelung zwischen geplanten Windkraftanlagen einer Schaltstation und in weiterer Folge zum Umspannwerk erfolgt unterirdisch. Diese Kabelstränge wirken wie mächtige Drainageleitungen. Eine negative Auswirkung auf den Bodenwasserhaushalt wird die Folge sein. Die damit verbundene Austrocknung der oberen Bodenschicht wird dazu führen, dass die bereits momentan geschwächten Fichten noch weniger Wasser zu Verfügung haben und somit noch weniger Abwehrreaktionen gegenüber dem Fichtenborkenkäfer zeigen.

Verlust der Artenvielfalt

Studien bestätigen, dass sich durch WKA in Waldstandorten die Artenvielfalt stark reduziert.
Durch den Bau der Anlagen und der erforderlichen Zuwegung, der Scheuch- und Barrierewirkung, dem Bau- und Betriebslärm gehen Lebensräume am Boden, im Kronenbereich und im Luftraum darüber verloren.
Beeinträchtigungen und der Verlust von Brut-, Balz- und Nahrungsarealen sowie von Wildtierkorridoren und Zugrouten wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Populationen aus.