CO2

Die massive Zunahme des Verkehrs schlägt sich negativ in Österreichs Klimabilanz nieder. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Europäischen Umweltagentur zeigt, dass Österreich pro Kopf die dritthöchsten CO2-Emissionen des Landverkehrs hat. Mit 2610 Kilogramm CO2 pro Kopf  sind die Emissionen um 60 Prozent höher als im EU-Schnitt.

Die aktuellen Daten zeigen, dass Österreich zu jenen Staaten zählen, wo im Jahr 2017 die Treibhausgas-Emissionen anstatt zu sinken gestiegen sind. Während Dänemark und Finnland die Treibhausgas-Emissionen innerhalb eines Jahres um rund fünf Prozent reduzierten, nahmen sie in Österreich um 2,8 Prozent zu.

Zersiedelung führt zu mehr Verkehr

In Österreich macht die massive Zunahme beim Verkehr die Einsparungen der anderen Sektoren wieder zunichte. Seit dem Jahr 1990 sind die CO2-Emissionen des Verkehrs um zwei Drittel gestiegen.

Der vergleichsweise billige Sprit in Österreich führe zu mehr Lkw-Transit und verschlechtert Österreichs Klimabilanz, so der Verkehrsclub.  Lkw nehmen die längere Route über Österreich statt über die Schweiz und füllen in Österreich ihre Tanks mit billigem Diesel voll. Der Verein fordert eine ökologische Steuerreform mit einer Steuersenkung beim Faktor Arbeit, während CO2-Emissionen und Ressourcenverbrauch höher zu besteuern sind.

Zudem werde zu viel mit dem Auto gefahren. Österreich ist im Vergleich zu anderen Staaten sehr stark zersiedelt, was zu mehr Autoverkehr führt. Auch bestehen in den Regionen große Mängel bei der Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bei der Infrastruktur für den Radverkehr.